Es macht uns müde

21 05 2008

Die Welt wartet. Sie wartet auf potenzielle Spielekracher, die uns die Münder offen stehen lassen, uns in ihren Bann ziehen. Durch schmackhafte Trailer heiß gemacht, sitzen Videospielfanatiker stündlich vor dem Bildschirm, um das Netz nach neuen Infos ihrer künftigen Lieblinge zu durchforsten. Dem Kalender wird dabei nicht mindere Beachtung geschenkt, stattdessen streicht man sich mit sämtlichen Farben, die der hauseigene Farbkasten so hergibt, die Release-Termine von Videospielen an, die im Grunde nur das fortsetzen, was ihre Prequels begonnen haben. Warum wartet die Welt also auf ein Spiel, das die Zukunft nicht verändert, sondern nur optisch schicker präsentiert? De Facto bieten doch die wenigsten Fortsetzungen neue Spielelemente, im Gegenteil, meist stellt Teil zwei zugleich den Auftakt einer neuen Trilogie am Videospielhimmel dar, nach der kein Hahn kräht. Oder doch? Zugegeben: jeder Action-Anbeter will noch mal in Jerusalem als weiß gekleideter Assassine sein Unwesen treiben. Jeder Rollenspieler sehnt sich nach dem Erkunden fremder Welten in Mass Effect 2. Kein Bleifuß würde ein weiteres Burnout abschlagen. Trotz fehlender Innovationen erfreut es die Herzen vieler Fans, wenn ihr Lieblingsspiel fortgesetzt wird; dass die Sequels dabei oft an Qualität verlieren, wird sich nur selten eingestanden. Stattdessen kauft man munteren Gemüts das Regal im Fachgeschäft leer und scheffelt somit Geld in die Kassen der teuflischen Entwickler, deren Faulheit nur mit der von uns Spieler zu vergleichen ist; denn wo es Videospielen an Ideen mangelt, zeigen wir durch fehlenden Widerstand unsere wahre Schwäche.

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Die Macht der Freispiele

17 05 2008

In der heutigen Zeit, wo die Chipherstellung in Größe eines Stecknadelkopfes keine Zukunftsmusik, sondern längst zum gewöhnlichen Alltag geworden ist, wächst der technische Fortschritt unaufhaltsam weiter. Mit der Erfindung des Videospielens avancierte eine banale Idee des Unterhaltens zum gesellschaftlichen Massenmedium, das sowohl heute, als auch in Zukunft mehr und mehr Menschen in seinen Bann zieht. Fotorealistische Grafik und Heimkinofeeling haben allerdings ihren Preis: wortwörtlich sind es die finanziellen Mittel selbst, die hier den Ton angeben, machen sie ein Eintauchen in die Welt des heutigen Spielens doch erst möglich. Die Gears of Wars und Call of Dutys dieser Welt, aber auch eine unglaublich lange Liste von sich derzeit in der Produktion befindenden Titeln mit Unreal-Engine 3, kämpfen um die Gunst als potenzieller Augenschmaus. 60 bis 70 Euronen werden dem Spieler für diesen kurzen Genuss abgezwackt, denn in der Tat sind o.g. Titel im Solomodus nur Appetithäppchen und rechtfertigen den Preis in keinster Weise, weshalb viele Zocker dazu gewillt sind, erst nach einigen Monaten das Spiel aus einer nahe liegenden Videothekfiliale näher zu betrachten.

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Realität im virtuellen Kostüm

15 05 2008

Jeder hat schon mal von Niko Bellic gehört. Nein? Nun, das ist der Videospielheld im kürzlich erschienen Grand Theft Auto 4, und zumindest dieser Titel dürfte für jeden nonpassionierten Gamer ein Begriff sein, gar Musik in den Ohren. Die Verkaufszahlen sprechen eine eindeutige Sprache, doch verbirgt sich hinter der Fassade eines großartigen Namens auch eine Welt, die lebt und fühlt, den Spieler die Freiheit lässt, die er braucht, aber trotzdem an die Hand nimmt, um Nikos Schicksal zu schüren?

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