R.I.P.

13 01 2011

Ja, Michael Jackson ist viel zu früh gestorben… Aber nun lasst doch endlich mal den armen Kerl ruhen! Da findet einer unveröffentlichte Aufnahmen in der Schreibtischschublade und versucht, selbst posthum (und sicher mit dem vollsten Einverständnis des einstigen Popkönigs) noch das letzte Dollarnötchen aus der Jackson-Marke herauszupressen. Als ob der Slogan »Das neue Album der Musiklegende« nicht makaber genug wäre. Aber Falco singt ja heute auch noch ab und zu, so zum Zeitvertreib. Das hat er sich bestimmt von Tupac abgeschaut.

Den Zaster scheint jetzt auch ein französischer Tennislehrer (und Parfümvetreter…) gewittert zu haben und vermarktet just den offiziellen Duft eines Toten. Und weil der geldgierige gute Kerl ein ganz gerissener ist, nennt er das Männer-Odeur »Jackson’s Tribute« – da steckt die eingestrichene Kohle (die Jackson ganz sicher freiwillig abtreten würde) ja quasi im Titel. Ob das Aroma im Endeffekt eine ähnlich einschläfernde Wirkung hat wie bei Jackson, wollte der Franzose nicht verraten. Dafür liegt dem Parfümfläschchen jeweils ein Mundschutz bei.

Ich persönlich finde das alles so unfair. Ich mein‘, Tote können sich schließlich nicht wehren (denn dann gäb’s volles Pfund aufs Maul!). Lebende hingegen schon. Wie dieser Tony Hawk zum Beispiel. Der lässt sich neuerdings ja auch melken wie eine Sau (verdient aber trotzdem weniger, als der duftende Franzose). Da steigt man in »Tony Hawk Schrott Shred« plötzlich auf so‘n Plastikbrett, das eigentlich ein Snowboard darstellen soll. Dabei hatte jener Tony doch damals was mit diesen anderen Brettern gemacht. Die mit den Rollen. Das hab‘ ich noch gemocht, als man in »Tony Hawk‘s Pro Skater« so rumgerollt ist oder Parkbänke geschliffen hat. Dem war das Board ja regelrecht an die Füße gewachsen – ganz im Gegensatz zum Plastikutensil vor dem heimischen Bildschirm, dieses störrische.

Aber irgendwie war das dem Tony alles nicht cool genug, da hat er sich im Untergrund versteckt. Das hat er zweimal gemacht. Dann fand er im Schlamm ein ziemlich großes Wüstenei (engl. Wasteland) und hat es Projekt 8 getauft. Doch schon auf dem Testgelände hat man gemerkt, dass dem Alten die Ideen ausgingen. Und so kam es, dass ein ehemaliger Skateboard-König bei Activision-Blizzard anrief und sagte: »Mensch, die Leute sollen doch Skaten. Wie soll das bitte gehen ohne Brett? Die Spieler da draußen brauchen ein Brett! Aber eins ohne Rollen, das wäre sonst zu realistisch!«. Wenige Monate später kam ein völlig ungeeignetes Stück Kunststoff (ohne Batterien) in den Handel, welches vom vermeintlichen Skater erst umständlich konfiguriert werden musste und in der Regel nicht vom System erkannt wurde. Und ich dachte, das Spiel hieße »Ride«…

Aber wenn man nicht fährt, kann man sich ja in Ruhe ein Wüstenei braten und mal wieder ein altes »Tony Hawk« auskramen. Ruhe in Frieden Tony (bitte, jetzt!), du hattest auch deine guten Seiten. Du auch Jacko.

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2 responses

15 01 2011
David

Bei Shred sind Batterien dabei. Wenn das kein Fortschritt ist.

15 01 2011
Mirco Ruppelt

Muss man bei Shred das Board eigentlich immer noch so umständlich konfigurieren? 🙂

Apropos Fortschritt: Das kann man ja vom eigentlichen Spiel leider nicht behaupten.

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