Toki Tori

30 11 2011

Anno 2070, Battlefield 3 und nun auch noch Skyrim – herrje, wer soll denn das alles spielen? Angesichts der momentanen Spieleflut platzt der Sack des Weihnachtsmanns aus allen Nähten. Bis zur Bescherung ist allerdings noch etwas Zeit, die man sich wunderbar mit dem PSN-Knobelspiel Toki Tori versüssen kann.

Toki Tori ist ein typisches Puzzlespielchen und beginnt ohne grosse Umschweife mit der ersten Aufgabe: Es geht stets darum, mit einem knuffigen Küken die in den Levels verteilten Eier einzusammeln. Klingt langweilig? Mitnichten, denn Toki Tori strapaziert unsere grauen Zellen und stellt uns jedes Mal vor knifflige Herausforderungen. Das fängt schon damit an, dass das Vögelchen weder springen noch fliegen kann und wir stets für einen Weg über Bodenlöcher und Lava-Abgründe der teils verwinkelten 2D-Kulissen sorgen müssen. Und so bauen wir Brücken, teleportieren uns auf andere Ebenen und frosten nervende Stachelschweine mit der Eiskanone. Doch Vorsicht: Der Einsatz derartiger Hilfsmittelchen ist streng limitiert.

Haben wir eine Herausforderung gemeistert, schalten wir die nächste frei. Über 80 Levels und 4 abwechslungsreiche Welten hat Toki Tori zu bieten. So klettern wir im Wald etwa über Baumstämme und planschen in Flussläufen, während uns im Spukschloss vornehmlich düstere Kerker erwarten. Dabei birgt jeder Schauplatz neue Gefahren und Rätsel, die einiges an Hirnschmalz erfordern. Je weiter wir voranschreiten, desto mehr Fähigkeiten schalten wir für den Flattermann frei. Anfangs können wir lediglich kleine Holztreppchen bauen. Später gesellen sich unter anderem Geisterfallen, Steinschalter und ein Staubsauger zum Rätselrepertoire.

Obwohl sich der Schwierigkeitsgrad in Grenzen hält, führt immer nur eine Lösung zum Ziel. Eigene Fehler erkennt man jedoch erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Daher wird die Rückspulfunktion, mit der man Patzer wieder ungeschehen machen kann, zum Freund in der Not. Manchmal will es aber einfach nicht Klick machen: Hat man partout zu viele Bretter vorm Kopf, darf man einen Joker zücken und einen Level überspringen. Zudem bringt uns ein Trainingsmodus in speziellen Knobelpassagen die Spezialfähigkeiten näher. Wer’s hingegen etwas anspruchsvoller mag, der darf sich nach dem Durchspielen an besonders harten Missionen die Zähne ausbeissen.

Durch die vier Welten hat man sich zwar schnell gerätselt, aufgrund der Bonusmissionen sowie der teils heftigen Kopfnüsse unterhält Toki Tori aber zumindest für ein paar Stunden. Nicht zuletzt, weil die hübsche HD-Grafik im Zusammenspiel mit der harmonischen Titelmusik sowie der unkomplizierten Bedienung ein charmantes Gesamtpaket ergibt. Lediglich die mühsame PlayStation-Move-Steuerung ist für jene Passagen, in denen schnelle Reaktionen gefragt sind, zu schwammig ausgefallen.

Fazit: Ich habe Toki Tori damals schon auf meinem iPhone durchgespielt und bin jetzt noch mal auf der PlayStation 3 mit dem knuddeligen Flattermann auf Eiersuche gegangen – und das in der Weihnachtszeit! Das unkomplizierte Spielprinzip ist einfach zu erlernen, stellt mich aber ständig vor neue Herausforderungen. Besonders bei den schweren Zusatzmissionen habe ich länger gebrütet, als so manche Glucke auf dem Bauernhof. Wer auf Rätselspiele steht und zwischen den hochkarätigen Titeln noch Zeit für ein PSN-Häppchen findet, der kann mit Toki Tori für knapp 4,50 Euro nichts falschmachen.

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